Europäische Zentralbank (EZB)

Geldpolitik

Fröhlichs Loblied auf dezentrale Strukturen

Die verschärfte staatliche Regulierung des Bankensektors ginge in die falsche Richtung, wenn dadurch große Banken noch größer und kleine ganz verschwinden würden. Diese Ansicht vertritt nicht ganz unerwartet Uwe Fröhlich, der als BVR-Präsident eine kleinteilige und sehr dezentale Bankengruppe führt.

Geldpolitik

Draghi ist nicht der „Wunderheiler“

Mario Draghi könnte es wie Alan Greenspan gehen. Als dieser nach fast 19-jähriger Amtszeit 2006 verabschiedet wurde, feierten die Medien ihn als genialen „Magier“ und „Maestro“ der Geld-märkte. Alles habe der „Hexer der Fed“, der „Heilige Alan“, der „Superspan“ während seiner Regentschaft richtig gemacht. Wenig später, auf dem Höhepunkt der Finanz- und Schuldenkrise 2008, ließen ihn dieselben Medien fallen wie eine heiße Kartoffel. Mit seiner Flutung der Geldmärkte habe er die in die Katastrophe führenden Übertreibungen erst herausgefordert. Draghi wird seit seiner Londoner Rede Ende Juli 2012, als er die Bereitschaft der EZB ankündigte, innerhalb ihres Mandats „alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten“, mit ähnlichen Superlativen bedacht: „Wunderheiler“ und „Retter des Euro“ heißt es da. Für den Herausgeber des Handelsblatts ist „Mario Caesar Draghi“ sogar zum „mächtigsten Mann Europas“ aufgestiegen.

Geldpolitik

Dem deutschen Arbeiternehmer geht es schon länger gut

Mit Lohn- und Gehaltsdumping hätte sich Deutschland in den zurückliegenden Jahren auf dem Rücken seiner Arbeitnehmer innerhalb Europas Wettbewerbsvorteile verschafft. Diesem gern vorgebrachten Argument hielt erst unlängst der frühere EZB-Präsident Jean-Claude Trichet entgegen, dass er in den Jahren seiner Amtszeit (2003-11) ein Deutschland erlebt habe, dessen Arbeitnehmerschaft keineswegs verarmt gewesen sei. Trichet, der privat einen wenig abgehoben Lebensstil in Frankfurt pflegte und den der aufmerksame Passant hin und wieder in der Innenstadt beim Einkaufen sehen konnte, gilt auch in dieser Angelegenheit als verlässliche Quelle. Die offizielle Bestätigung lieferte jetzt das Statistische Bundesamt.

Geldpolitik

Italien-Bonds geraten unter Druck

Der jeweilige Grad der Risikobereitschaft der internationalen Investoren lässt sich seit einiger Zeit sehr gut an der Entwicklung der europäischen Staatsanleihen ablesen. Der Bund Future gilt dabei als Hort der Sicherheit. Wenn es irgendwo auf der Welt zu besorgniserregenden Entwicklungen kommt, flüchten die Anleger in den sicheren Hafen der deutschen Anleihen. In der vergangenen Woche kletterte das einheimische Anleihebarometer nach schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA auf ein Allzeithoch bei fast 147 Punkten. Eine gegenläufige Entwicklung zeigte sich beim BTP Future, welcher die Kursentwicklung zehnjähriger italienischer Staatsanleihen widerspiegelt. Hier kam es am Donnerstag der Vorwoche zum größten Tagesverlust seit Mitte 2013. Der BTP Future brach von knapp 126 bis auf 123,30 Punkte ein.

Geldpolitik

VÖB – Mehr Gewicht durch EZB-Aufsicht

Kein anderer kreditwirtschaftlicher Verband musste sich so oft gegen Anfechtungen seiner Existenzberechtigung erwehren wie der VÖB. Mehrfach schon versuchte der mächtige DSGV in der Vergangenheit, den kleinen Bruder-Verband zu schlucken.

Geldpolitik

Deutsche Bank versteckt geschickt einige unschöne Nachrichten

Anshu Jain, der dem Kapitalmarkt sicher genauso viel Gehör schenkt wie der BaFin, kann sich bestätigt sehen. Einen Tag nach Ankündigung der 8 Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank notiert der Kurs der Aktie nur gut 1,5% schwächer als in der letzten Woche. Für Kritik, der Markt sei schlecht vorbereitet, bleibt da wenig Raum. Auch wir hatten Sie auf einen bald bevorstehenden großen Schluck aus der Pulle aufmerksam gemacht (s. Briefv. 25.4.).

Geldpolitik

Stresstest – Auch einige deutsche Banken müssen zittern

Auf ihrer Jahres-PK in Frankfurt stimmte BaFin-Präsidentin Elke König die deutschen Banken schon einmal darauf ein, dass der bevorstehende Stresstest von EZB und EBA kein Selbstläufer werden wird. Das Stressszenario werde für einzelne Institute „sehr anspruchsvoll“ sein, prophezeite König. Allerdings muss die BaFin-Chefin den Teufel auch ein wenig an die Wand malen, damit gar nicht erst der Eindruck entsteht, der Stresstest sei womöglich zu lasch.

Geldpolitik

EZB – Die Märkte lassen sich mit Worten allein nicht mehr abspeisen

EZB-Präsident Mario Draghi hat sich zu einem wahren Meister in der hohen Kunst der rhetorischen Beeinflussung der Märkte gemausert. Seit der oberste europäische Währungshüter im Sommer 2012 mit ein paar wohl gesetzten Worten und der Ankündigung eines Anleihekaufprogramms die Euro-Krise gebändigt hat, fressen ihm die Kapitalmärkte aus der Hand. Und Draghi hat ihnen zuletzt immer neues Futter gegeben.

Geldpolitik

Mario Draghi wird die Geister, die er rief, nicht mehr los

Gestern notierte der Euro bei 1,3708 Dollar. Seit Mario Draghis berühmter Londoner Rede Ende Juli 2012 ist er in der Spitze sogar auf rd. 1,40 Dollar gestiegen. Das sind ca. 15%. Das mag nach nicht viel aussehen, ist es für die Wirtschaft Europas aber, deren Exporte sich verteuern, was die Versuche vieler Unternehmen konterkariert, wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Geldpolitik

Sabine Lautenschläger – Die Frau, die Brücken baut

Der prominenteste Gratulant war Jürgen Fitschen. Der vielbeschäftigte Deutschbanker musste die Feierstunde für Sabine Lautschläger gestern im Gästehaus der Deutschen Bundesbank aber schon verlassen, noch ehe sie begonnen hatte. Den Reigen der Redner eröffnete Präsident Jens Weidmann. Er wünschte sich von Lautenschläger, die bis Ende Januar seine Vizepräsidentin war und seither als einzige Frau dem EZB-Direktorium angehört, „ein wenig Bundesbankperspektive bei Ihren geldpolitischen Positionen“, um allerdings sogleich hinzuzufügen, dass die Unterschiede so groß nun auch nicht seien.

Geldpolitik

Die Allmachtsfantasien des Mario Draghi

EZB-Präsident Mario Draghi wäre nicht der erste Top-Notenbanker, dem der eigene Erfolg zu Kopfe gestiegen ist. Galt der langjährige Fed-Chef Alan Greenspan auf dem Höhepunkt seines Ansehens doch als „Magier des Geldes“, dem es gelungen war, die amerikanische Wirtschaft mit einer gigantischen Geldschwemme aus der Rezession zu ziehen und den USA einen scheinbar unendlichen Konjunkturaufschwung zu bescheren.

Asset Management

PLATOW FORUM zur nachhaltigen Vermögenssicherung

Die Besitzverhältnisse der BHF-Bank haben mehrfach gewechselt. Aber die Noten, die Branchenbeobachter dem von Björn H. Robens seit 2010 geführten Institut für seine Vermögensverwaltung geben, sind seit Jahren gleichbleibend gut. Das gab dem Vortrag des BHF-Bank-Lenkers beim 9. PLATOW InvestorenFORUM entsprechendes Gewicht. Robens äußerte sich mit klarer Diktion, aber nachdenklich bis kritisch zu den Kapitalmärkten.

Geldpolitik

Draghi fängt den Euro nochmals ein

Warum nur dramatisiert EZB-Chef Mario Draghi so sehr den festen Euro, wo dieser doch auch Vorteile für den bedrohten Euro-Süden hat. Und so stark ist er gar nicht gestiegen. Bedenken Sie: Auf dem Zenit der Euro-Krise, kurz bevor Draghi Ende Juli 2012 seine berühmte Rede in London hielt, wurde der Euro mit knapp über 1,20 Dollar bewertet. Nach der Rede stieg der Euro sogleich auf 1,23 Dollar.

Geldpolitik

Mario Draghi – Hilfe für den Mittelstand, aber wie?

Einen Tag vor der Sitzung des EZB-Rats fragen sich Beobachter, ob und wann sich Mario Draghi welcher Instrumente bedienen wird, um der von ihm so beklagten Kreditklemme in Südeuropa zu begegnen. Draghis Problem sind die Nebenwirkungen, die jedes seiner Tools im von ihm oftmals beschworenen Instrumentenkasten hat. So soll Draghi treibende Kraft im EZB-Rat sein, den schwachen Banken in Südeuropa unter die Arme zu greifen, damit diese den kleinen und mittleren Unternehmen, ohne die ein Wirtschaftsaufschwung nicht möglich ist, wieder Kredit geben. Diese Hilfe für Banken könnte so aussehen, dass die EZB deren Kredite aufkauft und auf diese Weise zum Katalysator einer Wiederbelebung des Marktes für verbriefte KMU-Kredite würde, der durch die Finanzkrise so stark in Misskredit geraten war.

Geldpolitik

Renditechancen – Das neue PLATOW Special

Bürgerkrieg in der Ukraine und die Sorgen um das Geschäft mit Russland lassen viele Anleger zögern, auf den schon etwas länger fahrenden Aktienzug noch aufzuspringen. Dabei ist das Umfeld für Aktien gerade aus Deutschland und Westeuropa unverändert günstig: Die Politik der EZB hält die Zinsen niedrig. Die Wirtschaft in Deutschland brummt und auch im übrigen Europa kommt sie allmählich in Fahrt.

Geldpolitik

Rentenbank hofft noch auf Entlassung aus EZB-Direktaufsicht

Neben der NRW.Bank, der L-Bank und der KfW-Tochter IPEX Bank zählt auch die Rentenbank zum Kreis der Förderinstitute, die ab November voraussichtlich direkt von der EZB beaufsichtigt werden. Für Vorstandschef Horst Reinhardt und seinen CFO Hans Bernhardt ist die Einstufung der Rentenbank als systemrelevantes Institut indes vor allem eine äußerst kosten- und personalintensive Bürde, die sie am liebsten wieder los werden würden.

Geldpolitik

Banken – Totschrumpfen ist auch keine Lösung

Seit Ausbruch der Finanzmarktkrise kennen die Bilanzsummen der Banken nur noch eine Richtung: steil nach unten. Tatsächlich war der massenweise Abbau von zum Teil toxischen Risikoaktiva dringend notwendig, um die völlig ungesund in luftige Höhen gehebelten Bank-Bilanzen wieder auf Normalmaß einzudampfen. Doch mittlerweile droht die Radikal-Schrumpfkur der Bilanzsummen zu einem ernsten Hemmschuh für das zukünftige Wachstum der Institute zu werden.

Geldpolitik

EZB – Draghi will vor allem Ruhe haben

Die monatlich wiederkehrende und von IWF und Akteuren des Kapitalmarkts angeheizte Diskussion über angebliche Deflationsgefahren ist EZB-Chef Mario Draghi leid. Vor allem deshalb hat er vergangene Woche in Amsterdam seine Karten offen gelegt, unter welchen Umständen die EZB zu welchen Instrumenten (konventionell/unkonventionell) greifen könnte.

Geldpolitik

Deutsche Bank hat nächste Kapitalerhöhung fest im Blick

Vor genau einem Jahr hat die Deutsche Bank ihr Kapital um 3 Mrd. Euro aufgestockt, um steigenden Kapitalanforderungen zu entsprechen. Das Timing war gut. Direkt nach der über Nacht umgesetzten Maßnahme sprang der Kurs der Aktie um 8%. Nach unseren Informationen spricht einiges dafür, dass die Deutsche Bank schon in naher Zukunft ihr Kapital erneut stärkt.

Geldpolitik

Krisenland Portugal probt Ausstieg aus dem Rettungsschirm

Beflügelt durch das erfolgreiche Kapitalmarkt-Comeback Griechenlands, wagt nun auch das Krisenland Portugal die Emission einer langfristigen Anleihe. Erstmals seit das Land im April 2011 unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft ist, will die nationale Schuldenagentur Portugals am heutigen Mittwoch eine zehnjährige Staatsanleihe im Volumen von 750 Mio. Euro an den Markt bringen. Die Chancen, dass die Übung gelingt, könnten kaum besser stehen.

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