Sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen haben sich leicht verbessert. Von einer nachhaltigen Trendwende könne jedoch noch keine Rede sein, betont ZIA-Präsidentin Iris Schöberl. Geopolitische Unsicherheiten, Zinsentwicklung und weiterhin unklare politische Rahmenbedingungen sorgten für große Zurückhaltung im Markt, so Schöberl weiter. Zur diesmaligen Sonderfrage zu Investitionshemmnissen nennen die Unternehmen lange Planungs- und Genehmigungsverfahren (88%), die Diskussion über weitere Regulierung (87%), die bestehende Regulierung (83%) sowie die allgemeine wirtschaftliche Lage (78%). Hinzu kämen hohe Finanzierungs-, Energie- und Dekarbonisierungskosten.

Die Bewertung der Geschäftslage steigt um 2,4 Punkte auf 10,2 Punkte. Die Erwartungen legen um 4,2 Punkte zu, bleiben mit minus 7,1 Punkten allerdings weiterhin im negativen Bereich. Das Immobilienklima verbessert sich insgesamt um 3,3 Punkte auf 1,3 Punkte und kehrt damit knapp in positives Terrain zurück.

Unterschiedliche Entwicklung einzelner Segmente

Im Bürosegment hat sich die Stimmung nach dem starken Rückgang im Vorquartal stabilisiert. Die Erwartungen verbessern sich. Das Immobilienklima steigt. Stützend wirke eine stabile Nachfrage im Dienstleistungssektor. Im Handelssegment zeige sich ein differenziertes Bild. Während die aktuelle Geschäftslage leicht zulege, hätten sich die Erwartungen deutlich verschlechtert. Im Wohnsegment verbessere sich die Stimmung leicht. Die Erwartungen legen zwar ebenfalls zu, verharren aber deutlich im negativen Bereich. Der Wohnungsmarkt leide weiterhin unter erheblichen Belastungen durch neue regulatorische Vorgaben und politische Debatten. Die schwierigste Lage bleibe in der Projektentwicklung bestehen. Gleichzeitig verbesserten sich aber die Erwartungen. Die Branche hoffe auf bessere Rahmenbedingungen, aber die aktuelle Krise sei noch nicht überwunden.